Grafik : WES LandschaftsArchitekten

Bahnhof Rheinsberger Tor
Neue Wege für Neuruppin

Der Bahnhof Rheinsberger Tor wird zu einem Ort, der mehr ist als ein Verkehrsknotenpunkt. Hier entsteht ein Platz, der Ankommen leichter macht, Umsteigen angenehmer und Weitergehen sicherer. Ein Ort, der heute noch vom ruhenden Verkehr und provisorischen Wegen geprägt ist, wird zu einem modernen, barrierefreien und einladenden Stadteingang für Pendlerinnen und Pendler, Gäste, Familien, Radfahrende, Spaziergängerinnen und Spaziergänger. Kurze Wege zwischen Bahn, Bus, Rad und Fußverkehr erleichtern den Alltag. Mehr Grün, mehr Raum und mehr Übersicht sorgen dafür, dass man sich wohlfühlt – ob man nur kurz wartet oder einen Moment bleibt.

Der neue Bahnhofsvorplatz setzt ein Zeichen: für eine Stadt, die sich bewegt, die Klimaanpassung ernst nimmt und die ihre Mobilität neu denkt. Für ein Neuruppin, das bereit ist für die Zukunft und neue Wege geht.

Zukunftsprojekt für Neuruppin

Projekt

Die Fontanestadt Neuruppin ist das zentrale Versorgungs‑, Arbeits‑ und Wohnzentrum der Region. Täglich pendeln tausende Menschen in die Stadt und wieder hinaus. Der Bahnhof Rheinsberger Tor bildet dabei den wichtigsten Mobilitätsknotenpunkt – hier treffen Bahn, Bus, Fahrrad, Pkw sowie Fußgängerinnen und Fußgänger aufeinander. Der heutige Bahnhofsvorplatz wird diesen Anforderungen jedoch nicht gerecht. Große Flächen sind für die P+R‑Nutzung reserviert, während Wege für Fuß‑ und Radverkehr sowie der Anschluss an den Busverkehr oft umständlich und wenig komfortabel sind. Auch die bestehenden Fahrradabstellanlagen entsprechen nicht den aktuellen Standards. Deshalb wird das gesamte Bahnhofsumfeld jetzt neu gedacht. Es entsteht ein moderner, komfortabler und barrierefreier Mobilitätsknotenpunkt, der den Umstieg zwischen den Verkehrsmitteln leicht macht und gleichzeitig ein angenehmer Ort zum Ankommen wird. Dafür werden Flächen neu verteilt – zugunsten von Busverkehr, Rad‑ und Fußverkehr sowie Grünflächen. Das Ergebnis ist ein attraktiver, sicherer und gut vernetzter Bahnhofsvorplatz – ein zeitgemäßer Stadteingang für Bewohnerinnen und Bewohner, Pendlerinnen und Pendler sowie Gäste der Fontanestadt Neuruppin. Ein Ort, der die Mobilitätswende und Klimaanpassung unterstützt und den Anforderungen einer wachsenden Stadt gerecht wird.

Foto: Martin Wittchen

Grafik: WES Landschaftsarchitekten

i2030

Die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes Rheinsberger Tor ist ein wichtiger Baustein für die zukünftige Mobilität in Neuruppin. Gemeinsam mit den neuen P+R‑Stellplätzen in der Ernst‑Toller‑Straße und dem Projekt i2030 entsteht ein modernes, komfortables und gut vernetztes Mobilitätsangebot. i2030 ist ein Investitionsprogramm für den Schienenausbau in der Hauptstadt­region. In Zusammenarbeit zwischen den Ländern Berlin und Brandenburg sowie dem VBB und der Deutschen Bahn wird der Aus- und Neubau von Bahnstrecken und Bahnhöfen entlang von acht Korridoren vorangetrieben. Die Bahnhöfe Wustrau‑Radensleben, Neuruppin Rheinsberger Tor und Neuruppin West sind Teil des Korridors Nord‑West. Besonders wichtig sind die Elektrifizierung der Strecke und die geplante Verlängerung der RB 55, die zunächst bis Neuruppin West führen soll. Dadurch wird ein verlässlicher 30‑Minuten‑Takt zwischen Neuruppin und Hennigsdorf möglich, langfristig sogar bis Berlin. Die Aufwertung des Bahnhofsvorplatzes fügt sich nahtlos in diese Entwicklung ein: Sie schafft einen einladenden, funktionalen und zukunftsorientierten Zugang zum öffentlichen Verkehr und stärkt Neuruppin als attraktiven Wohn‑ und Arbeitsstandort.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Zeitstrahl

FAQ

Warum wird der Bahnhofsvorplatz umgebaut?
Der Bahnhof Rheinsberger Tor ist der wichtigste Verkehrsknotenpunkt Neuruppins. Heute wird der Bahnhofsvorplatz jedoch überwiegend als Parkplatz genutzt. Der Busverkehr findet weiterhin auf der Karl‑Marx‑Straße statt – und genau das führt vor allem zu den Stoßzeiten zu erheblichen Problemen. Wartende Pendlerinnen und Pendler nehmen die Gehwege häufig stark in Anspruch, sodass Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende ihren Weg nur eingeschränkt fortsetzen können. Gleichzeitig müssen alle, die an der Bushaltestelle am Kulturhaus Stadtgarten ein‑ oder aussteigen, zunächst die Karl‑Marx‑Straße überqueren. Das ist nicht nur umständlich, sondern auch unsicher. Für Autofahrende ist die Situation ebenfalls schwer zu überblicken: Mehrere wartende Busse, viele Personen, die die Straße zu Fuß oder mit dem Fahrrad überqueren, erhöhen das Unfallrisiko deutlich. Der neugestaltete Bahnhofsvorplatz übernimmt künftig mehrere wichtige Funktionen: Er wird zur zentralen Drehscheibe des öffentlichen Nahverkehrs und gleichzeitig zu einem attraktiven und grünen Frei‑ und Aufenthaltsraum für Bürgerinnen, Bürger und Gäste. Als Eingangstor zur Altstadt bildet er zudem einen einladenden Auftakt für Besucherinnen und Besucher der Stadt und der gesamten Tourismusregion.
Was verbessert sich für die Fahrgäste?
Für die Fahrgäste bringt die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes spürbare Verbesserungen. Der Umstieg zwischen Bahn und Bus wird deutlich einfacher, weil die Busse künftig direkt am Bahnhof halten und Wege dadurch kürzer und komfortabler werden. Gleichzeitig sorgt die neue barrierefreie Gestaltung dafür, dass alle Menschen – ob mit Gepäck, Kinderwagen oder Mobilitätshilfen – sich leichter orientieren und bewegen können. Auch die Sicherheit steigt: Fuß- und Radverkehr werden klarer geführt, Querungen übersichtlicher gestaltet. Ein angenehmer Aufenthaltsbereich erhöht zusätzlich den Komfort. Insgesamt entsteht ein einladender, gut strukturierter Ort, an dem das Warten und Umsteigen deutlich angenehmer wird.
Was verbessert sich für Radfahrende?
Radfahrerinnen und Radfahrer finden – egal ob sie aus dem Norden oder Süden ankommen – die passende Infrastruktur, ohne den Platz überqueren zu müssen. Es stehen überdachte B+R Anlagen, 100 Fahrrad-Etagenparker und 20 Fahrradboxen bereit, um Fahrräder sicher abzustellen, Akkus zu laden oder die Reifen aufzupumpen.
Was verbessert sich für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen?
Der gesamte Bereich wird barrierefrei gestaltet – mit taktilen Leitelementen, stufenlosen Wegen und gut erreichbaren Haltestellen. 
Wo werde ich in Zukunft mit dem Auto parken können?
Gegenwärtig werden die Flächen am Bahnhofsvorplatz vor allem für P+R‑Parkplätze genutzt. Mit der Umgestaltung werden die Bereiche neu verteilt – zugunsten von Radverkehr, Busverkehr und Aufenthaltsqualität. Damit Pendlerinnen und Pendler den Bahnhof weiterhin gut mit dem Auto erreichen können, sind entlang der Ernst‑Toller‑Straße zusätzliche Stellplätze in fußläufiger Nähe entstanden. Für viele Pendler und Pendlerinnen ist der P+R am Bahnhof Neuruppin über die Umgehungsstraße komfortabel zu erreichen und entlastet die Altstadt vom Durchgangsverkehr. Mit der Baumaßnahme wird die P+R‑Anlage am Bahnhof Neuruppin West, für die Zeit der Bauphase um 200 Parkplätze erweitert.
Wie lange dauern die Bauarbeiten?
Die Bauarbeiten sind für den Zeitraum vom September 2026 bis voraussichtlich Dezember 2027 vorgesehen. Über den Fortschritt der Baumaßnahme informieren wir fortlaufend.
Wo befinden sich die Bushaltestellen während der Bauarbeiten?
Die Bushaltestelle am Bahnhof Rheinsberger Tor bleibt während der gesamten Bauzeit erhalten. Sie werden für die Dauer der Bauarbeiten lediglich räumlich versetzt eingerichtet. Der Zugang zum Bahnhof bleibt jederzeit gewährleistet, sodass Bus und Bahn weiterhin erreicht werden können.
Ändern sich Fahrpläne und Linienführungen?
Nein. Die Fahrpläne und Linienführungen bleiben während der Bauzeit unverändert. Der Busverkehr wird wie gewohnt angeboten.
Wie wirkt sich der Umbau auf den Verkehr während der Bauzeit aus?
Während der Bauphase wird es zeitweise Einschränkungen geben. Diese werden so gering wie möglich gehalten und frühzeitig kommuniziert. Für die Bauarbeiten sind mehrere Sperrungen notwendig: Der Gehweg entlang der Karl-Marx-Straße wird gesperrt, wenn die Zufahrt zur Busschleife gebaut wird. Der Durchgang zwischen Kommunikation und Karl-Marx-Straße wird zeitweise geschlossen. Der Weg von den Wallanlagen zum Rheinsberger Tor ist während der Bauzeit nicht nutzbar.
Warum müssen Bäume gefällt werden?
Im Zuge der Baumaßnahme müssen 15 Bäume gefällt werden. Diese werden außerhalb der Brutzeit gefällt. Mit der Baumaßnahme werden insgesamt 25 Bäume sowie zusätzliche Pflanzflächen nachgepflanzt. Es wird dabei auf klimaresiliente und standortgerechte Sorten geachtet. Die Regenentwässerung ist zu Gunsten der Baumstandorte geplant.
Wie viel kostet das Projekt?
Die geplanten Gesamtinvestitionskosten betragen rund 5,05 Millionen Euro. Das Land stellt aus dem Förderprogramm „ÖPNV-Invest“ rund 3,1 Millionen Euro für Grunderwerb, Planung und Bau zur Verfügung. 

Partner

Logo_OPR
Logo Icon
Neuruppin_Logo_farbig
Nationale-Stadtentwicklungspolitik
BMWSB_Logo

Das Projekt wurde gefördert durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik.